Besuchen Sie uns auf Facebook

Haber & Brandner    :::    Kirchenbedarf - Paramente - Restaurierungen

Das Fest der Erstkommunion

Das Fest der Erstkommunion

Mit der Erstkommunion nimmt die Gemeinde die Mädchen und Jungen in die Tischgemeinschaft (gemeinsames Abendmahl) der Kirche auf. Die Feier der Erstkommunion wird dadurch zu einem ganz besonderen Familienfest, das sich vor allem aufgrund seines gemeinschaftlichen und religiösen Charakters stark von anderen familiären Festen wie etwa Geburtstagen unterscheidet.

Das Fest der ErstkommunionDer Begriff «Kommunion» stammt aus dem Lateinischen und bedeutet «Gemeinschaft». Hierzulande werden die Kinder in der Regel zwischen dem 8. und 9. Lebensjahr darauf vorbereitet, in der Gemeinschaft der Gläubigen während eines Gottesdienstes die Eucharistie (griech.: «Danksagung» bzw. «letztes Abendmahl») zu feiern. Das für die Katholiken bedeutsame Fest erinnert an das letzte gemeinsame Mahl, das Jesus zusammen mit seinen Jüngern beging. Dadurch, dass er noch einmal mit ihnen aß und trank, besiegelte er seine enge Verbundenheit mit den Aposteln und seine Nähe zu den Menschen. Im Neuen Testament erzählen die Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes von dieser letzten Zusammenkunft, bei der Jesus sich bereits mit seinem unmittelbar bevorstehenden gewaltsamen Tod konfrontiert sah. So gab Jesus seinen Jüngern daher symbolisch seinen Leib als Brot zu essen und sein Blut als Wein zu trinken. Durch diese Speise und Trank bekräftigte er die Gemeinschaft des «Neuen Bundes» mit allen Menschen. Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert wurde es Brauch, am sogenannten «Weißen Sonntag», also am ersten Sonntag nach Ostern die Erstkommunion zu feiern. Auch in evangelischen Gemeinden war und ist es üblich, die «Konfirmation» (lat.: «Bekräftigung») um die Osterzeit mit dem ersten Gang zum Abendmahl zu begehen. Gewöhnlich findet die Konfirmation in Deutschland im Gegensatz zur katholischen Kommunion erst im Alter von 14 Jahren statt. Heute ist man in einigen Pfarrgemeinden dazu übergegangen, die Termine der Erstkommunion zu verlegen. So ist die Kommunionfeier auch am Ostermontag, an Christi Himmelfahrt oder zu anderen Zeitpunkten in den Monaten April und Mai inzwischen selbstverständlich.

Planung der Feier

Die «Erste heilige Kommunion», auch Kinderkommunion genannt, wird heute in sehr vielen Gemeinden von einer Elterngruppe - den sogenannten «Tischmüttern» oder «Tischvätern» - in Abstimmung mit dem Pfarrer vorbereitet. Die dafür vorgesehenen Gruppenstunden führen die Kinder in Theorie und Praxis in den christlichen Glauben ein. Dabei beschäftigen sie sich unter anderem damit herauszufinden, was Gott ihnen bedeutet, welcher Sinn sich hinter der eigenen Taufe verbirgt oder auch wie die Messe am Tag der Erstkommunion aussehen sollte. In diesem Rahmen haben Eltern heute die Möglichkeit kreativ mitzuwirken, damit die Kinder aktiv an der Gestaltung ihrer Messe teilnehmen können. Ergänzt wird das Ganze durch den Religionsunterricht in der Schule. Während der Einstimmung auf die Erstkommunion soll auch erstmals die Beichte erfolgen, denn ohne diese ist keine Beteiligung an der Kommunion möglich.

Gestaltungsvorschläge für die Messe

Das Fest der ErstkommunionDie Tischmütter - auch die Tischväter - haben die Möglichkeit, sich in Absprache mit dem Pfarrer an der Planung und Gestaltung des Festes zu beteiligen. Hierfür werden neben eigenen Ideen und Vorstellungen oft ganz spezielle Motive und Themenkreise genutzt, die sich besonders für die Erstkommunion anbieten. So könnte in der Kommunionmesse etwa die Symbolik des «Weges», «Lichtes», «Regenbogens» oder auch des «Baumes» thematisiert werden. Kinder und Eltern treffen sich dazu an einigen Nachmittagen, um beispielsweise über den Baum als einem klassischem Sinnbild des menschlichen und religiösen Lebens zu diskutieren: Über alle Kulturen und Religionen hinweg symbolisierte der Baum die Urkraft des Lebens. Die Baumkrone verkörperte durch ihre Größe die Verbindung zwischen Himmel und Erde, er war Lebensbaum, Baum der Erkenntnis und Weltenbaum zugleich. Als Erkenntnis aus dieser Diskussion malt nun jedes Kind nach eigenen Vorstellungen seinen individuellen Baum auf einen großen Bogen Papier, etwa mit Wasserfarben oder Wachsmalkreiden. Danach werden die Kunstwerke eingesammelt und den Kindern am Tage der Erstkommunion wieder überreicht. Während der Messe bringen die Mädchen und Buben ihre Bilder dann nach vorne und hängen diese sichtbar an einer Pinnwand oder ähnlichem auf.

Kommunionkleidung

Kommunionalbe für die ErstkommunionDas Fest der Erstkommunion ist für die Kinder ein bedeutendes Ereignis. Dementsprechend spielte die Kommunionkleidung schon immer eine wichtige Rolle, die zunächst auf die ursprüngliche Bedeutung des «Weissen Sonntags» zurück geht: In der frühen Kirche trugen die in der Osternacht getauften Gläubigen eine Woche lang weisse Taufgewänder bis zum ersten Sonntag nach Ostern, der dadurch schließlich den Namen «Weißer Sonntag» erhielt. Noch heute werden von einigen Gemeinden weiße, liturgische Gewänder - auch «Kommunionalben» genannt - in größerer Zahl angeschafft und an die Erstkommunionkinder verliehen. Diese besondere Bekleidung symbolisiert einerseits theologisch die Einladung zum großen Gastmahl bei Gott und entlastet andererseits die Eltern vom Druck, über die Kommunionkleidung ihren gesellschaftlichen Status demonstrieren zu müssen. Kommen in einer Gemeinde keine Kommunionalben zum Einsatz, tragen die Mädchen traditionell oft weiße Kleider mit einem geflochtenen Kranz im Haar, während die Jungen eher dunkel - in blau oder braun - gekleidet sind. In der heutigen Zeit ist dabei neben dem klassischen Kommunionanzug auch eine Kombination aus Blazer und Hose nicht selten.

Ablauf der Messe

Wie jede Heilige Messe besteht auch das Fest der Erstkommunion aus den vier zentralen Teilen: Eröffnung, Wortgottesdienst, Eucharistiefeier und Entlassung. Bei der Erstkommunionfeier stehen allerdings die Kinder im Mittelpunkt, die Kommunionmesse wird häufig nach einem bestimmten Motto (siehe oben) gestaltet, das die Eltern zusammen mit den Kindern und dem Pfarrer im Vorfeld erarbeitet haben. Nach einer Begrüßung vor der Kirche ziehen die Mädchen und Jungen meistens gemeinsam mit dem Pfarrer feierlich in Zweierreihen in die Kirche ein, wo sie bereits von Eltern und Verwandten erwartet werden. Die ersten Bankreihen sind dabei für die Kommunionkinder reserviert. Die Kommunikanten gestalten den Gottesdienst in der Regel aktiv mit, in dem sie etwa die Fürbitten sprechen oder auch anstelle der Messdiener Brot und Wein für die Bereitung der Gaben zum Altar tragen. Beim Credo, dem Glaubensbekenntnis, werden die Kinder namentlich aufgerufen. Sie entzünden dann ihre Kommunionskerze (häufig wird hier auch die Taufkerze des Kindes verwendet) an der Osterkerze und stellen sich damit in einem Kreis um den Altar. Nach der Erneuerung des Taufversprechens stellen sie die brennenden Kerzen auf den Stufen das Altars ab und setzen sich wieder auf ihre Plätze. Bei der Kommunion, dem Höhepunkt der Messe, teilt der Pfarrer den Leib Christi aus einem Kelch zuerst an die Kinder aus. Erst danach dürfen auch die Erwachsenen die Hostien empfangen. Nach dem Segen und einem Schlusslied zieht der Pfarrer wieder feierlich mit den Kindern aus der Kirche aus.

Familienfeier und Andacht

Nach der Messe findet meist eine Familienfeier im privaten Kreis statt, in der das Kommunionkind den gesamten restlichen Tag im Mittelpunkt steht. Hierzu werden in der Regel Verwandte und enge Bekannte eingeladen, die den Kommunikanten Kommuniongeschenke überreichen, um die Erinnerung an diesen feierlichen Tag zu festigen. Als Geschenke kommen hier sehr häufig Andachtsgegenstände wie Rosenkränze, Kommunionskreuze oder auch eine besondere Ausgabe des Gotteslobes zum Einsatz. Nach dem Mittagessen wird der Nachmittag nicht selten nach den Wünschen und Vorlieben des Kommunionkindes gestaltet und etwa gemeinsame Ausflüge unternommen. Am späten Nachmittag kommen die Kommunionkinder noch einmal zu einer abschließenden Andacht in der Kirche zusammen, bei der vom Pfarrer auch die Kommunionsgeschenke gesegnet werden. Auch bei diesem Abschluss des feierlichen Tages sind die Eltern und Gäste anwesend, um dem Kommunionkind zu zeigen, wie sehr sie sich über dessen Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen freuen.

Geschenke zur Erstkommunion: Lederetui   Geschenke zur Erstkommunion: Rosenkranz  Geschenke zur Erstkommunion: Rosenkranz  Geschenke zur Erstkommunion: Lederetui

Abschließende Worte

Der Benediktinermönch Anselm Grün aus Münsterschwarzach wünschte einst allen Kommunionkindern, dass sie ein Gespür für das Geheimnis Gottes und für die bedingungslose Liebe Jesu bekommen mögen. Sie sollten sich durch die Eucharistie absolut daseinsberechtigt erfahren. Und sie sollten ihre innere Schönheit und ihren Glanz entdecken. Sie sollten spüren: Das Leben lohnt sich. Ich bin einmalig. Ich kann meine urpersönliche Spur eingraben in diese Welt. Wenn ich mich von Jesus erfüllen lasse, wird die Welt durch mich heller und wärmer.

„Auch wir wünschen allen Kommunionkindern, dass sie sich in dieser Welt stets von Jesus behütet fühlen und auf ihrem weiteren Weg angstfrei durchs Leben gehen.“

Text: TerraNova Verlag Regensburg / Annette Weinzierl


Zurück

Suche:

Angebote

Kommunionkreuz 943009

Kommunionkreuz 943009
Statt 4,50 EUR
Nur 3,90 EUR
Sie sparen 13 % / 0,60 EUR

inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer.

Zahlungsmethoden

In unserem Shop stehen Ihnen folgende Zahlungs-
möglichkeiten zur Verfügung:

PayPal

Vorkasse, Rechnung

Willkommen zurück!

E-Mail-Adresse:
Passwort:
Passwort vergessen?